Die „Rietzer und Mieminger Innauen“ sind Relikte ursprünglich alpiner Flusslandschaften in Tirol und somit auch
für kommende Generationen unbedingt erhaltenswert. Zur Sicherung der Innauen wurde das Gebiet 1985 von der Tiroler
Landesregierung zum Naturschutzgebiet und in weiterer Folge sogar zum Sonderschutzgebiet erklärt, immerhin die
höchste Schutzkategorie Tirols. Jeglicher Eingriff in die Natur ist damit untersagt.
Genau an diesem Standort wird von den Innsbrucker Kommunalbetrieben (IKB) ein Laufkraftwerk geplant.
Rund 10 % der noch vorhandenen 24 km naturnaher Fließgewässerstrecken am Inn würden dadurch buchstäblich
„unter Wasser gesetzt“. Die „Rietzer und Mieminger Innauen“ – als eine der letzten 3-5 % Auwaldreste am Inn
werden damit erheblich beeinträchtigt, diese Fließstrecke zerstört.
Der Beitrag der Stromerzeugung des geplanten Kraftwerk Telfs am Gesamtverbrauch in Österreich liegt bei 1 ‰.
Dem gegenüber steht der Verlust ökologisch hochsensibler und für kommende Generationen höchst wertvoller
Reliktstandorte. Mit der Realisierung des IKB Kraftwerk Telfs wird geltendes Recht untergraben und der
Wert aller Tiroler Naturwerte in Frage gestellt.